Günter Pollmeier, Velbert  


Hallo, einen schönen guten Morgen,
ich habe das Buch gelesen und bin begeistert, der Lebenslauf deines Großonkels ist sehr gut und interessant dargestellt. Ich war schon sehr oft in Namibia, habe dort auch intensiv im Swakopmunder Archiv geforscht. Aber so manches was er beschreibt, war mir bisher auch nicht bekannt. Der Abgang des Kuisib 1933 muss ja teilweise ein aufregendes aber gleichzeitig auch ein furchtbares Erlebnis gewesen sein. Ich habe erlebt wie der Swakop, der ja öfter abgeht, zum Meer durchbrach. Ganz Swakopmund hat alles liegen und stehen lassen und ist dorthin gelaufen. Aus dem Buch geht hervor, dass du eine Reise zu den Wirkungsorten deines Großonkels gemacht hast, die Reisebeschreibung wäre als Anhang oder Zwischenbau in den Text noch sehr schön und bereichernd gewesen.

Mai 2018

Bernd aus Kanada  


Vor ein paar Tagen habe ich Dein Buch – “Vom Webstuhl in die Namib” - zu Ende gelesen; und ich moechte Dir ein grosses Kompliment machen.

Deinem Buch zufolge war der Lebensweg von Carl Schmitz, dem Bruder Deines Grossvaters Bernhard, in jeder Hinsicht ungewoehnlich. Einst ein “Trinker” und “Kartenspieler” im heimischen Kaefringhausen, vollzog sich im Alter von etwa 25 Jahren eine wunderbare Wende. In dramatischer Weise vernahm er den Ruf, Missionar in Afrika zu werden, und begab sich sechs Jahre spaeter – im Dienst der Rheinischen Mission - in eine ferne und unsichere Welt, wo er dann 50 Jahre lang treu gedient hat - trotz schwerer Rueckschlaege und Entbehrungen in der Folge der Herero-Aufstaende und im Verlauf der beiden Weltkriege - und weitab von Bergischer Vertrautheit. Hinzu kam das muehselige Erlernen von neuen Sprachen (z.B. Nama), die mit unseren Sprachen so gar nichts gemeinsam haben.

Du hast die erstaunliche Lebensgeschichte von Carl und seiner Familie – zusammen mit den bewegenden historischen Ereignissen und Gegebenheiten – in einem spannenden und unterhaltsamen Buch nicht nur lebendig beschrieben sondern zusaetzlich mit fast 100 Abbildungen und nahezu 200 Dokument-Hinweisen belegt. So entsteht beim Lesen Deines Buches die Gewissheit, dass sich die Dinge “genau so und nicht anders” zugetragen haben. Es ist offensichtlich, dass Du mit grosser Sorgfalt vorgegangen bist; und die Qualitaet des Buches ist hervorragend.

Dezember 2018

Jan Sting  


Aus: AusZeit – Der Blog für die Advents- und Sommerzeit - SommerZeit 2019 Printausgabe - Erzbistum Köln

Vom heimischen Webstuhl im Bergischen Städtchen Wermelskirchen zog es den Missionar Carl Schmitz 1906 in die Wüste Namib, dem heutigen Namibia. Seine Großnichte, die Wermelskirchener Lehrerin und Heimatsforscherin Marita Jendrischweski, fand im Nachlass ihrer Eltern seine Briefe in die Heimat. Sie recherchierte, reiste zu den Enkeln ihres Großonkels nach Namibia und trug die Geschichte unter dem Titel „Vom Webstuhl in die Namib“ zusammen. Auslöser für den Wandel vom Schulabbrecher und Kartenspieler zum Missionar war laut Jendrischewski eine unheimliche Erscheinung. Den Teufel habe ihr Großonkel mit einer Flasche Bier auf dem Webstuhl sitzen gesehen. Der Schreck sei gewaltig gewesen und habe ihn nachhaltig verändert. Der damals 24-Jährige warf die Karten ins Feuer und beschloss 1899, Missionar zu werden.

Strenge Ausbildung
Seine Ausbildung hatte Carl Schmitz bei der Rheinische Mission in Wuppertal-Barmen gemacht. „Wenn man Missionar werden wollte, ging man nach Barmen. Und man musste erst einmal eine Aspirantenzeit überstehen, im Missionshaus angenommen zu werden. Und dann musste man studieren“, sagt Jendrischewski. Das alles hat Schmitz auf sich genommen und reiste mit dem Schiff nach Afrika und dem Ochsenkarren zu seinem ersten Einsatzort in Okambahe. Später lebte er mit seiner Familie in der Walfischbucht. In Namibia, das damals als erste deutsche Kolonie den Namen „Deutsch Südwestafrika“ trug, lebte Schmitz ein halbes Jahrhundert. Die Kolonialherren hatten dort ein rassistisches System etabliert, nur wenige Jahre zuvor hatten sie dort den Aufstand der Herero und Nama blutig niedergeschlagen und damit den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts begangen.

Ein Buch vom Aufbruch
Politisch sei ihr Großonkel nicht gewesen, sagt Jendrischewski. Ihr Buch handelt vom Aufbruch aus beengten Verhältnissen unter neun Geschwistern im Bergischen Land in ein Land, das mehr als doppelt so groß wie Deutschland, aber mit 2,3 Millionen Einwohnern nur dünn besiedelt ist. Auf ihren Reisen nach Namibia besuchte Jendrischewski Stationen ihres Onkels. Manche Missionskirche sei heute verwaist. Die Gottesdienste würden in moderneren Kirchen gefeiert, erklärt sie. „Ihm war es wirklich wichtig, die Leute für das Evangelium zu begeistern.“ Er lernte die Sprachen unterschiedlicher Stämme, darunter die der Nama mit den ihr eigenen Klick- und Schnalzlauten und war offenbar lernfähig, was die eigene Aussprache anbetraf. Am vierten Advent 1906 hielt er in seiner ersten Station im Okombahe eine Predigt, die ihm die Besucher anschließend als „Kinderlallen“ beschrieben. Auch die Schulkinder, die er unterrichtete, fanden die Aussprache offenbar lustig, und Carl Schmitz büffelte. Später übersetzte Schmitz das Neue Testament für die Einheimischen und ließ sich phonetische Umschreibungen für die Klicklaute einfallen.

25.März 2019

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Lilo Leonhardt, Wermelskirchen


Vor ein paar Tagen habe ich Dein Buch – “Vom Webstuhl in die Namib” - zu Ende gelesen; und ich moechte Dir ein grosses Kompliment machen. Deinem Buch zufolge war der Lebensweg von Carl Schmitz, dem Bruder Deines Grossvaters Bernhard, in jeder Hinsicht ungewoehnlich. Einst ein “Trinker” und “Kartenspieler” im heimischen Kaefringhausen, vollzog sich im Alter von etwa 25 Jahren eine wunderbare Wende. In dramatischer Weise vernahm er den Ruf, Missionar in Afrika zu werden, und begab sich sechs Jahre spaeter – im Dienst der Rheinischen Mission - in eine ferne und unsichere Welt, wo er dann 50 Jahre lang treu gedient hat - trotz schwerer Rueckschlaege und Entbehrungen in der Folge der Herero-Aufstaende und im Verlauf der beiden Weltkriege - und weitab von Bergischer Vertrautheit. Hinzu kam das muehselige Erlernen von neuen Sprachen (z.B. Nama), die mit unseren Sprachen so gar nichts gemeinsam haben. Du hast die erstaunliche Lebensgeschichte von Carl und seiner Familie – zusammen mit den bewegenden historischen Ereignissen und Gegebenheiten – in einem spannenden und unterhaltsamen Buch nicht nur lebendig beschrieben sondern zusaetzlich mit fast 100 Abbildungen und nahezu 200 Dokument-Hinweisen belegt. So entsteht beim Lesen Deines Buches die Gewissheit, dass sich die Dinge “genau so und nicht anders” zugetragen haben. Es ist offensichtlich, dass Du mit grosser Sorgfalt vorgegangen bist; und die Qualitaet des Buches ist hervorragend.

Mai 2018

Helge Sondermann, Dachau


Kurzweilig und spannend geschrieben. Das sehr gut recherchierte Thema gibt interessante Einblicke in die damaligen Lebensumstände in Afrika und öffnet eine interessante Perspektive von außen auf die Kriegskatastrophen. Sehr lesenswert.

Mai 2019

Katharina Späth, Achern


Liebe Frau Jendrischewski,
mit großem Interesse habe ich Ihr Buch „Vom Webstuhl in die Namib“ gelesen. Ich habe es richtiggehend verschlungen. Ich möchte Ihnen danken für die sorgfältige Recherche und die lebendige Darstellung, mit der Sie diesen Teil der Geschichte, natürlich auch durch die vielen Fotos und Dokumente, erlebbar gemacht haben. Mein Interesse daran kommt natürlich nicht von ungefähr, ich bin dasselbe von Selma, was Sie von Carl sind. Ich bin eine Enkelin der jüngsten Schwester von Selma. Alle Namen aus diesem Buch sind mir seit meiner Kindheit bekannt und es ist sehr spannend eine Geschichte über die Menschen zu lesen.

August 2019